17. Mai 2019

Wandel der Arbeit durch Digitalisierung = Wandel der Geschlechterverhältnisse?

Nach Einschätzung von Expert*innen wird sich die Arbeitswelt infolge der fortschreitenden Digitalisierung in den kommenden ein bis zwei Jahrzehnten fundamental verändern. Einige Beobachter*innen prognostizieren, dass sich dieser Wandel auch auf die Geschlechterverhältnisse in Betrieb und Verwaltung auswirken wird. Die Tagung will einen Beitrag dazu leisten, den Blick auf diese zukünftigen Entwicklungen zu schärfen.

Anhand empirischer Erkenntnisse aus der Arbeitsmarkt- sowie der ­Arbeits- und Geschlechterforschung wird die Bedeutung der Digitalisierung für die Arbeit vorgestellt. Diskutiert werden soll, wie der digitale Wandel das Geschlechterverhältnis berührt und verändern kann. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Frage, wie Erkenntnisse der Geschlechterforschung in die Unternehmen, in die Arbeits- und Technikgestaltung sowie in die Informatik einfließen können. Ein weiteres Thema ist die Frage, welche Bedeutung Informatiker*innen als gestaltenden Akteur*­innen der Digitalisierung zukommt, ob und wie Technologien selbst vergeschlechtlicht sind.

Aus verschiedenen Blickwinkeln (Wissenschaft, Politik, Unternehmen und Gewerkschaften) soll diskutiert werden wie Arbeit 4.0 geschlechtergerecht gestaltet werden kann: Welche Erfahrungen haben die unterschiedlichen Akteur*innen? Welche Optionen erkennen sie im Prozess der Digitalisierung von Arbeit? Welche Rahmenbedingungen müssen betrieblich geschaffen werden für eine gute und geschlechtergerechte Arbeit? Gibt es verallgemeinerbare Ziele oder verhindert dies die Heterogenität des Feldes? Welche Einflussmöglichkeiten existieren zum jetzigen Zeitpunkt?

Das Ziel der Tagung ist die gemeinsame Suche nach Antworten auf die Frage, wie und unter welchen Bedingungen durch die Digitalisierung der Arbeitswelt neue Chancen für Frauen und Männer sowie für mehr Geschlechtergerechtigkeit entstehen.

Das Programm der Tagung finden Sie hier (pdf).

Zur Anmeldung gelangen Sie hier.

 

Datum: 17. Mai 2019, 11.00 - 17.15 Uhr

Ort: Sozialforschungsstelle, TU Dortmund, Evinger Platz 17, 44339 Dortmund

Da die Parksituation in der Umgebung des Instituts angespannt ist, empfiehlt sich die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

Vom Hauptbahnhof kommend erreichen Sie die Sozialforschungsstelle mit der Stadtbahn U 41 in Richtung „Brambauer/Brechten“ bis zur Haltestelle „Zeche Minister Stein“. In Fahrtrichtung der Stadtbahn rechts liegen die Sozialforschungsstelle und das Zentrum Minister Stein.