23. Juni 2015

Dialogforum Vorbeugende Sozialpolitik

Themenentwicklungsworkshop II: Knappe Mittel, große Pläne?

Kommunale Sozialpolitik zwischen Investition und Haushaltssicherung

Referent Impulsvortrag: Norbert Wörmann, Leiter der Fachstelle für sozialraumorientierte Armutsbekämpfung (FSA)

 

Informationen zur Veranstaltung:

Vorbeugende Politikansätze gewinnen in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. Durch möglichst frühzeitige und wirkungsorientierte Investitionen in präventive Maßnahmen und Programme, so die Erwartung, sollen zum einen die individuellen Teilhabemöglichkeiten der Adressatinnen und Adressaten verbessert und die gesellschaftliche Chancengerechtigkeit erhöht werden; zum anderen sollen die sozialen und fiskalischen Folgekosten für Nachsorge und Korrektur gesellschaftlicher Fehlentwicklungen deutlich reduziert und dadurch mittel- und langfristig die Sozialhaushalte entlastet werden („Präventionsrendite“).

Im Mittelpunkt des Themenentwicklungsworkshops „Knappe Mittel, große Pläne? Kommunale Sozialpolitik zwischen Investition und Haushaltssicherung“ steht die Perspektive der kommunalen Sozialpolitik. Einerseits sind die Kommunen der zentrale Ort und der Dreh- und Angelpunkt einer vorbeugenden und wirksamkeitsorientiert ausgerichteten Sozialpolitik; andererseits stehen viele der 396 Kommunen in NRW schon seit Jahren vor erheblichen, strukturellen Haushaltsproblemen, die nicht zuletzt auch mit dem deutlichen Anstieg der kommunalen Sozialhaushalte zusammenhängen.

Hinsichtlich der Finanzierung, Planung, Steuerung und Umsetzung einer stärker präventiv ausgerichteten Sozialpolitik auf kommunaler Ebene stellen sich daher viele drängende Fragen: Welche Gestaltungsspielräume haben finanziell angeschlagene Kommunen unter den bestehenden Rahmenbedingungen tatsächlich für („freiwillige“) sozialinvestive Maßnahmen? Wie können diese Spielräume erkannt, erarbeitet und genutzt werden? Inwiefern kann eine stärkere institutionelle Verankerung der strategischen Sozialplanung in der kommunalen Sozialverwaltung dazu beitragen, systemimmanente Fragmentierungen und „Versäulungen“ zu überwinden, bestehende Mittel besser zu nutzen und Prävention als integrierte kommunale Gesamtstrategie zu etablieren? Welche Unterstützungsangebote seitens des Landes existieren, und inwiefern „greift“ diese Unterstützung?

- Datum: 23. Juni 2015, 14.00 - 17.00 Uhr 

- Ort: Geschäftsstelle des FGW (Kronenstraße 62, 40217 Düsseldorf)

Den Foliensatz zum Vortrag von Herrn Wörmann finden Sie hier.