Der Themenbereich Integrierende Stadtentwicklung

 

Gesellschaftliche Entwicklungen der Vergangenheit und der Gegenwart haben zu einer wachsenden sozial-räumlichen Polarisierung von Armut und Reichtum sowie zu sehr unterschiedlichen sozial-räumlichen Ausgangslagen und Handlungsoptionen der Stadtentwicklungspolitik geführt. Der ökonomische Strukturwandel und der sich jeweils in Bezug auf das Alter wie die soziale Zusammensetzung der Bewohner räumlich sehr unterschiedlich darstellende demographische Wandel erzeugen die Notwendigkeit, sich detailliert mit den jeweiligen sozialen und räumlichen Gegebenheiten und Zukunftsaussichten von Städten und Regionen zu befassen. Eine weitere, nicht allein die Stadtentwicklungspolitiken betreffende Herausforderung besteht darin, ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltige Politikstrategien zu entwickeln bzw. umzusetzen. Insbesondere in den Bereichen des Sozialen Miteinanders, des Wohnens, der Bildung und der Arbeit muss diesen Herausforderungen begegnet werden. Bei der Weiterentwicklung in diesen Themenfeldern sind ressort- und fachübergreifende Konzepte der Stadt- und Regionalentwicklung, sowohl gebietsbezogene als auch vergleichende Ansätze gefragt.

Zentrale Aufgabe des Themenbereichs Integrierende Stadtentwicklung des FGW ist es, eine integrative Stadtpolitik auf der Grundlage eines sozial-räumlichen Lastenausgleichs in den genannten Themenfeldern zu unterstützen. Dabei ist das bereits vorhandene Handlungs- und Erfahrungswissen im Sinne einer integrativen Stadtpolitik zusammen zu führen, sind jeweils lokal dominante Spannungsfelder und Konflikte zu benennen und Möglichkeiten der Entwicklung aufzuzeigen. Die Ergebnisse dieser Arbeit fließen in einen übergeordneten Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft ein. Durch Forschungssynthesen, die Förderung kleinerer und größerer Projekte sowie die Förderung eines ressort- und fachübergreifenden Dialogs der an der Stadt- und Regionalentwicklung beteiligten Akteure will der Arbeitsbereich Stadtentwicklung dazu beitragen, eine gesicherte Wissensgrundlage z.B. für ein Monitoring integrativer Stadtentwicklungspolitik und damit einen gemeinsamen Bezugsrahmen einer integrativen Stadtentwicklungspolitik zu schaffen.

Themenverantwortliches Vorstandsmitglied ist

Prof. Dr. Heike Herrmann (Hochschule Fulda). 

Ihr Ansprechpartner in der Geschäftsstelle des FGW ist

Jan Üblacker

Wissenschaftlicher Referent
Themenbereich Integrierende Stadtentwicklung

Tel.:     +49 (0)211 99457103
E-Mail: jan.ueblacker@fgw-nrw.de