25. Oktober 2018

Dokumentation der Tagung: Von der „Guten Arbeit“ zur „Guten Erwerbsbiografie“?

Von der „Guten Arbeit“ zur „Guten Erwerbsbiografie“?
Voraussetzungen, Widersprüche, Gestaltungsperspektiven

Durch die Diskussionen um die Einführung der Brückenteilzeit und die Weiterentwicklung der Arbeitslosenversicherung zu einer Arbeitsversicherung erhält das Konzept der „guten Erwerbsbiografie“ mehr und mehr Aufmerksamkeit. Gleich für mehrere gesellschaftliche Akteure sind damit eine Reihe neuer Aufgaben verbunden: Tarifpartner sind aufgefordert, neue Übereinkünfte zu treffen, politisch gilt es, an einer besseren Koordination und Verzahnung verschiedener Politikbereiche zu arbeiten und in der Sozial- und Arbeitsmarktforschung müssen neue Methoden und Konzepte zur Erkundung der Erwerbsbiografie entwickelt werden.

Auf der gemeinsamen Tagung der Deutschen Vereinigung für sozialwissenschaftliche Arbeitsmarktforschung (SAMF) und des Forschungsinstituts für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW) wurden verschiedene Aspekte der guten Erwerbsarbeit erörtert: Die arbeitsmarktliche Einbettung, die Erkundung des subjektiven Verständnisses des Konzepts, die nötigen Daten und Konzepte zur Analyse der Erwerbsbiografie und schließlich die Betrachtung konkreter Lebensphasen und Übergänge, die bei der Entwicklung guter Erwerbsbiografien eine zentrale Rolle spielen. Eine Podiumsdiskussion mit Vertreter_innen der Tarifparteien rundete die Tagung ab. 

Den Programmflyer finden Sie hier (PDF)

 

Präsentationen der Vorträge zum Download:

  1. Von der Humanisierung der Arbeit zur guten Erwerbsbiografie? Entwicklungslinien des Arbeitsmarktdiskurses, Prof. Dr. Antonio Brettschneider (TH  Köln)

  2. Erwerbsbiografien präventiv gestalten: Neue Herausforderungen für Beschäftigte, Unternehmen und die sozialen ­Sicherungssysteme, Michael Niehaus (Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)

  3. Gute Arbeit und gutes Leben im Verständnis junger Menschen im Übergang, Alexandra Seehaus (Freie Universität Berlin), Prof. Dr. Vera Trappmann (Leeds University Business School)

  4. Das Linked Personnel Panel – Vorstellung eines Längsschnittdatensatzes für die Forschung zur Arbeitsqualität, Jan Mackeben, Kevin Ruf (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung)

  5. Die Erhebung von Lebensverläufen: Erwerbsverläufe, Migration und Auslandsbezug, Christin Czaplicki, Dr. Dina Frommert, Dagmar Zanker (Deutsche Rentenversicherung Bund)

  6. Jung, hoch gebildet, prekär? Prekarität beim Übergang in den Arbeitsmarkt in Deutschland, Kerstin Jahn (Universität Erlangen-Nürnberg und Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung), Dr. Stefan Stuth (Wissenschaftszentrum Berlin)