24. Januar 2019

Wie denken Studierende über die Pluralismusdebatte in der Volkswirtschaftslehre? Ergebnisse einer quantitativen Befragung an deutschen Hochschulen

Prof. Dr. Tim Engartner, Eva Schweitzer-Krah

Die vorliegende Untersuchung widmet sich der Frage, wie Studierende der VWL an deutschen Hochschulen ihr Fach und die anhaltende Pluralismusdebatte zum Selbstverständnis der Ökonomik wahrnehmen. Hierzu wurde eine schriftliche Befragung im vierten Semester an den Universitäten Bonn, Frankfurt/M., Hamburg, Heidelberg und Mannheim durchgeführt. Die Befunde belegen eine deutliche Diskrepanz zwischen einer eingehenden Selbst- und Fachreflexion der Studierenden einerseits und einer eher verhaltenen Diskursreflexion andererseits: In Übereinstimmung mit der Pluralismusdebatte erleben sie ihr Fach als praxisfern, mathematisch fokussiert, wenig interdisziplinär und abgewandt von gesellschaftlichen Grundfragen. Eine flächendeckende Beteiligung an der Pluralismusdebatte bleibt indessen aus. Maßgeblich scheint hierfür das wettbewerbs- und leistungsorientierte Klima der VWL zu sein: Aus Sicht der Befragten mindert dies ihre Bereitschaft, sich uneigennützig für eine fachliche Erneuerung einzusetzen.

Downloads:

FGW-Impuls (pdf, 4 Seiten)

FGW-Studie (pdf, 54 Seiten)