06. Oktober 2018

Vorbeugende Sozialpolitik als Antwort auf soziale Ungleichheiten und neue soziale Risiken

Prof. Dr. Wolfgang Schroeder, Prof. Dr. Tanja Klenk, Alexander Berzel, Maren Stöber, Alexander Akel

Der oft diskutierte Wandel vom konservativ-nachsorgenden zum Sozialinvestitionsstaat prägt mittlerweile die praktische und kommunikative Dimension der Sozialpolitik auf Länderebene. Zu diesem Ergebnis kommt diese vergleichende Studie von sozialinvestiver Politik in den Bundesländern (2003-2017) auf der Basis der Analyse von Regierungserklärungen, Landessozialberichten und Experteninterviews.

In einzelnen Regierungserklärungen hat die Verschiebung der sozialpolitischen Erzählung in Richtung des Paradigmas vorbeugender Sozialpolitik bereits Anfang der 2000er Jahre begonnen, die meisten anderen Bundesländer haben sich diesem Trend im Laufe der Jahre angeschlossen. Gleichwohl besteht nach wie vor ein plurales Feld in der sozialpolitischen Debatte zwischen den Bundesländern. Die Sozialberichterstattung der Länder verdeutlicht zudem die gestiegene Bedeutung zivilgesellschaftlicher Akteure in der kommunikativen und praktischen Landessozialpolitik. Aufgrund des politikfeldübergreifenden Charakters sind kooperative Arrangements sowohl auf der Ebene der Landesministerien als auch auf der Ebene der kommunalen sozialpolitischen Akteure notwendig. Bei neuen Projekten vorbeugender Sozialpolitik besteht zudem häufig eine Koordination und enge Begleitung durch die Ministerialverwaltungen.

Downloads:

FGW-Impuls folgt in Kürze (pdf, 4 Seiten)

FGW-Studie (pdf, 130 Seiten)