09. November 2018

Sorgende Angehörige als Adressat_innen einer vorbeugenden Pflegepolitik - Eine intersektionale Analyse

Diana Auth, Kerstin Discher, Petra Kaiser, Simone Leiber, Sigrid Leitner, Anika Varnholt

Im Mittelpunkt dieser Studie stehen sorgende Angehörige, die sich um Pflegebedürftige mit hohem Hilfebedarf kümmern. Die Pflegenden werden im Hinblick auf Wechselwirkungen zwischen den Differenzkategorien sozioökonomischer Status (SÖS), Geschlecht, Ethnizität sowie Erwerbsstatus untersucht, und es wird nach Unterschieden in der Pflegebewältigung gefragt.

Dabei konnten fünf Pflegebewältigungstypen entwickelt werden, wobei drei zu einer‚ eher gelingenden‘ Pflegebewältigung führen, zwei dagegen in einer ‚eher prekären‘ Pflegebewältigung münden. Die Typen differieren in der Art des Zusammenwirkens der genannten Differenzkategorien sowie der Selbstsorgeorientierung der sorgenden Angehörigen. Blickt man auf die Bedarfe, so geht es darum, die Selbstsorgeorientierung und das Selbstsorgehandeln der Sorgenden zu fördern. Dazu ist typenübergreifend im Rahmen einer vorbeugenden Sozialpolitik insbesondere eine frühzeitige zugehende professionelle Pflegebegleitung aus einer Hand im Sinne eines Case-Managements zu empfehlen. 

Downloads:

FGW-Impuls (pdf, 4 Seiten).

FGW-Studie (pdf, 89 Seiten).