11. Dezember 2018

Raumerleben junger Geflüchteter

Lisa Scholten, Katja Jepkens, Prof. Dr. Ulrich Deinet, Prof. Dr. Anne van Rießen (Hochschule Düsseldorf)

Im Zuge der (Zwangs-)Migration kamen und kommen insbesondere junge Menschen nach Deutschland, um Schutz zu suchen. Entscheidende Weichen für die soziale, schulische und berufliche Integration können gerade in der Phase des Erwachsenwerdens gestellt werden.

Zur Förderung und Unterstützung der Jugendlichen ist eine Orientierung an ihrer Lebenswelt geboten. Dazu zählen neben der Schule das Freizeitverhalten sowie die dabei genutzten Orte und Räume. Hieran knüpft die vorliegende Studie an und fragt nach relevanten (Freizeit-)Orten der Jugendlichen und den zugrundeliegenden Faktoren.

Erkennbar ist, dass sich die geflüchteten nicht stark von den ‚einheimischen‘ Jugendlichen unterscheiden, beide Gruppen aber heterogen sind. Insgesamt zeigt sich für die geflüchteten Jugendlichen, dass sie räumlich mobil sind und die Orte ihrer (Freizeit-)Interessen sowohl im Nahraum als auch stadtweit und außerhalb der Stadtgrenzen liegen. Entscheidend für die Attraktivität der Orte sind u. a. Gleichaltrige, Bezugspersonen oder spezielle Bedürfnisse. Ausschlaggebend dafür, dass Orte gemieden werden, sind u. a. negative Erfahrungen, auch in Bezug auf Diskriminierung.

Download der FGW-Publikationen:

FGW-Impuls: Raumerleben junger Geflüchteter. Handlungsempfehlungen für die Praxis der Sozialen Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Fluchthintergrund (pdf, 4 Seiten)

FGW-Studie: Raumerleben junger Geflüchteter. Ergebnisse sozialräumlicher Forschung (pdf, 68 Seiten)