19. Dezember 2018

Eine kritische Analyse an deutschen Hochschulen vorherrschender Einführungen in die Mikro- und Makroökonomie und plural-heterodoxe Alternativlehrbücher

apl. Prof. Dr. Dr. Helge Peukert (unter Mitarbeit von Christian Rebhan)

In dieser Studie werden vorherrschende mikro- und makroökonomische Lehrbücher an deutschen Hochschulen anhand der exemplarischen Beispiele der Einführungen Varians und Blanchard/Illings texthermeneutisch und nach vorheriger Entwicklung eines Kriterienkatalogs zum Mainstream und zur Heterodoxie untersucht. Mikroökonomische Lehrbücher folgen strikt dem neoklassischen Bausteinkasten, ergänzt durch ein ständiges Lob der unklar definierten ‚Konkurrenzwirtschaft‘. Im Bereich der Makroökonomie wird einzig der New Economic Consensus (IS-LM-Modell, Phillipskurve, ‚natürliche‘ Arbeitslosigkeit, die ‚lange Frist‘) in einer recht marktliberalen Variante als neue makroökonomische Synthese vorgestellt, ökologische, postkeynesianische, sozioökonomische u. a. Ansätze werden ausgeklammert. Nach wie vor gilt auch für den Finanzsektor mit leichten Einschränkungen die Effizienzmarkthypothese und den ‚unabhängigen‘ Zentralbanken wird in Kombination mit einer (fiskalpolitischen) Politikineffektivitätsthese eine neue Königsrolle zugewiesen. Es gibt eine ganze Reihe plural-heterodoxer Lehrbücher, die den vorherrschenden Kanon und andere Denkschulen vorstellen und den Studierenden die Bildung eigenständiger Urteile ermöglichen. 

Downloads:

FGW-Impuls (pdf, 4 Seiten)

FGW-Studie (pdf, 200 Seiten)