15. Februar 2019

Neue Rechte in der Sozialen Arbeit in NRW?

Prof. Dr. Birgit Jagusch (Technische Hochschule Köln), Dr. Christoph Gille (Hochschule Koblenz)

Mit dem Erstarken von Rechtspopulismus und -extremismus gehen Versuche der Einflussnahme auf Angebote sozialer Unterstützung einher, die in einigen Ländern und Regionen bereits deutlich vorangetrieben sind. Für NRW liegt bislang noch kein systematisiertes Wissen über solche Versuche vor. Es ist aber zu erwarten, dass Soziale Arbeit auch in NRW von neurechten Entwicklungen nicht frei sein kann. Zum einen, weil die Organisation des Sozialen eng mit gesellschaftlichen Diskursen verbunden ist und sich neurechte Entwicklungen in den institutionalisierten Angeboten von sozialer Unterstützung und Sozialerziehung widerspiegeln werden. Zum anderen, weil Soziale Arbeit auch bewusst als Vehikel für Verschiebungen kultureller Hegemonie genutzt werden kann. Vor diesem Hintergrund werden im Rahmen der Expertise Entwicklungen neurechter Landnahmeversuche in exemplarischen Feldern der Sozialen Arbeit in NRW identifiziert und analysiert. Ergänzt wird diese Kartierung durch eine Erkundung im politischen Raum, um Angriffe auf bestehende Strukturen der Sozialen Arbeit ausfindig zu machen.

Publikationen des Projekts folgen.