20. November 2016

Quartiersspezifische Potenziale der Integration

Prof. Dr. Henning Nuissl, Humboldt-Universität Berlin

Prof. Dr. Wolfgang Hinte, Universität Duisburg-Essen

Prof. Dr. Klaus Kost, PCG Project Consult GmbH

Mitarbeiter_innen: Susen Engel, Humboldt-Universität BerlinJohannes Groppe, Universität Duisburg-EssenProf. Michael Noack, Hochschule NiederrheinDr. Gaby Reinhard, Universität Duisburg-Essen; Dr. Jörg Weingarten, PCG Project Consult GmbH

Laufzeit: 2016 - 2018

In sozial geforderten Stadtquartieren verdichten sich städtebauliche, ökonomische und gesellschaftliche Probleme. Gleichwohl leisten deren Bewohner_innen traditionell einen besonders großen Beitrag zur sozialen Integration – d.h. zur Teilhabe aller Menschen am wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Leben. Angesichts der jüngsten Zuwanderungsströme, aber auch aufgrund der zunehmenden Kluft zwischen Arm und Reich stehen diese Quartiere heute vor neuen Herausforderungen. Anhand von drei Stadtteilen in Essen und der Stadt Altena untersucht das Projekt Chancen und Hindernisse der sozialen Integration in sozial geforderten Stadtteilen.

Die erwarteten Projektergebnisse zeigen auf

  1. von welchen Faktoren das Integrationspotential (bzw. das Desintegrationsrisiko) eines Quartiers abhängt,
  2. welche strategischen und operativen Ansätze zur Förderung einer integrierenden Stadtentwicklung zielführend sind, wobei insbesondere: Handlungsspielräume bestehender Programme, Instrumente und Institutionen, Überforderungssymptome von Akteu­ren der öffentlichen Hand, aber auch der Zivilgesellschaft, die Einbindung von Asylsuchenden und Geflüchteten in die Quartiersentwicklung (u.a. durch die Zusammenführung von Flüchtlingsarbeit und Integrationsangeboten), der Beitrag der Quartiersökonomie zur gesellschaftlichen Integration in den Blick genommen werden, und
  3. in welchem Wechselverhältnis belastete Stadtteile mit der Gesamtstadt stehen und welche Ansatzpunkte existieren, Integrationsprozesse durch gesamtstädtische Maßnahmen zu fördern.

Um den Transfer der Forschungsergebnisse sicherzustellen, erfolgt die Fallstudienarbeit in enger Rückkoppelung mit den Praxispartner_innen. Ergebnisse und Handlungsempfehlungen werden in zwei quartiersübergreifenden Dialogforen diskutiert und validiert. Außerdem ist die Erarbeitung von Handreichungen vorgesehen, um die Ergebnisse für weitere Kommunen nutzbar zu machen.