27. Februar 2018

populär – extrem – normal. Ein Buch zur Debatte über Rechtspopulismus

Herausgeber_innen: Prof. Andreas Zick und Lynn Berg

Laufzeit: Februar 2018 – Oktober 2018

Der Rechtspopulismus in Europa hat Schwung. Er ist überall in den On- und Offline-Welten anzutreffen, durchzieht Parteien, Schichten wie Medien und Wissenschaft. Rechtspopulistische Parteien, Gruppen und Personen verfügen über Symbolwelten, Narrative und Weltbilder, von denen einige relativ konsistent sind, andere wiederum immer wieder erneuert werden. Sie haben Einfluss, sie beeinflussen und verändern Gesellschaft durch die Erzeugung von Konflikten, für die an vielen Stellen keine regulierenden Kräfte vorhanden sind. An manchen Orten regiert der Rechtspopulismus, an anderen unterläuft er Traditionen, Strukturen und Institutionen. Er fasziniert die Einen, und stößt Andere ab. 

hwung. Er ist überall in den On- und Offline-Welten anzutreffen, durchzieht Parteien, Schichten wie Medien und Wissenschaft. Rechtspopulistische Parteien, Gruppen und Personen verfügen über Symbolwelten, Narrative und Weltbilder, von denen einige relativ konsistent sind, andere wiederum immer wieder erneuert werden. Sie haben Einfluss, sie beeinflussen und verändern Gesellschaft durch die Erzeugung von Konflikten, für die an vielen Stellen keine regulierenden Kräfte vorhanden sind. An manchen Orten regiert der Rechtspopulismus, an anderen unterläuft er Traditionen, Strukturen und Institutionen. Er fasziniert die Einen, und stößt Andere ab. 

So facettenreich wie „fuzzy“ das Phänomen Rechtspopulismus ist, so unterschiedlich eng und weit wird das Phänomen verstanden. Es liegen unterschiedliche Beschreibungen und Analysen vor. Die Unterschiedlichkeit resultiert aus den diversen Perspektiven wissenschaftlicher Sichtweisen, von Medienschaffenden oder Praxisprojekten, die sich mit ‚dem Rechtspopulismus‘ beziehungsweise den Populismus und Extremismen auseinandersetzen. 

Über den Rechtspopulismus und die damit zusammenhängenden Argumentationsmuster, Kulturen, Ideologien wie auch Ursachen und Folgen lässt sich debattieren. Und es muss debattiert werden, um dem ständigen Wandel und den Versteckspielen wie dem Prozess der Verschiebung von Normalität gewahr zu werden. Mit Rechten reden, verlangt eine Haltung dazu zu haben, wer „die“ denn sind und was „das“ denn ist. 

Debatten brauchen Thesen, Ansichten, Ideen. Manche mögen provokativ sein, andere versuchen, über Wissen und wissenschaftliche wie journalistische Beobachtungen der Phänomene in eine Auseinandersetzung zu kommen. Das Debattenbuch populär – extrem – normal möchte Debatten anregen. 17 Autorinnen und Autoren haben sich getroffen, haben geredet und nun stellen sie ihre je eigenen Beiträge zur öffentlichen Debatte bereit. Es gibt keinen Konsens, keine Patentrezepte, keine Auswege, sondern in der Tradition aufklärerischer Auseinandersetzung ein Angebot. 

Die Autorinnen und Autoren haben nur die Fragen bekommen: Welchen Impuls möchten sie setzen, um öffentliche Debatten über das, was sie beobachten, zu initiieren? Was sollte diskutieren werden? Wir wissen, dass diese Autorinnen und Autoren, die sämtlich eine je eigene Expertise und Sichtweise vertreten zugleich wichtige Fragen der Debatte mitdenken: Was ist ‚Rechtspopulismus‘? Wo ist das gesellschaftliche, politische, rechtliche Problem, welches Gesellschaften in Konflikte treibt? Was macht ‚Rechtspopulismus‘ im Sinne eines kommunikativen Phänomens? Was kann er nicht? In welchem Verhältnis steht das, was als Rechtspopulismus gesehen wird, zum Zustand der Gesellschaft bzw. den Gesellschaften? Wie gelingt es angesichts des Wandels und der Beschleunigung von gesellschaftlichen Entwicklungen Debatten zu führen? Ein Debattenbuch wünscht Debatten, daher sind streitbare Beiträge ein wichtiges Instrument.