20. November 2016

Leben und Lernen in selbstinitiierten urbanen Handlungsräumen

Dr. Jana Trumann, Universität Duisburg-Essen

Laufzeit: 8/2016- 10/2017

Mitarbeiter_innen: Marion Arens und Ariane Möllmann, Universität Duisburg-Essen

Das Projekt zielt darauf, gemeinsames Leben und Lernen in selbstinitiierten urbanen Handlungsräumen am Beispiel von Gemeinschaftsprojekten (z. B. Gemeinschaftsgärten oder Repair Cafés) der Stadt Essen und die damit verbundenen Vorstellungen/Bilder gesellschaftlicher Entwicklung zu analysieren. Wie stellen sich aktive Bewohner*innen ihre Stadt vor? Warum engagieren sie sich gerade in dem von Ihnen gewählten Handlungsraum? Welche Lern-Handlungen begleiten die Arbeit? Welche Chancen bieten solche Projekte für soziale Integration und gesellschaftliche Partizipation?

In den Blick genommen wird eine Möglichkeit zivilgesellschaftlicher Eigeninitiative für die Transformation urbaner Räume und deren Eigenlogiken. Aus Perspektive der handelnden Menschen werden konkrete Wege der Gestaltung von Stadt als Chance sozialer Integration nachgezeichnet und daraus ableitend Ideen für eine nachhaltige Gestaltung urbanen Lebens im gemeinsamen Prozess entwickelt. Im Projekt werden dazu Utopiewerkstätten mit in Gemeinschaftsprojekten aktiven Menschen durchgeführt. Methodisch schließt dies an die Verfahren der Zukunfts- und der Gruppenwerkstätten an. Im Kern des Verfahrens stehen visualisierende Darstellungen in Form von Collagen zu Perspektiven des Lebens und Lernens der in den Gemeinschaftsprojekten aktiven Menschen.

Das Vorhaben nimmt Bezug auf Theoriediskurse zur Gemeinwohlorientierung, Allmende und Urban Commons sowie partizipativer Stadtentwicklung, wie sie gegenwärtig etwa in den Sozial- und Kulturwissenschaften, der Stadt- und Raumsoziologe, der Stadtgeographie oder der Sozialen Arbeit geführt werden. Die Sichtweise wird erweitert durch die bildungswissenschaftliche Perspektive, welche die Entfaltungs- und Beteiligungsmöglichkeiten der Subjekte in den Blick nimmt.

Weitere Informationen zum Projekt

Die Publikation des Projekts finden Sie hier.