20. November 2016

Kinderarmut in Deutschland

Dr. Carolin Butterwegge, Universität zu Köln

Laufzeit: 7/2016 - 12/2016

Kinderarmut, in Deutschland ein sozialpolitisches Problem ersten Ranges, wird von der Armutsforschung methodisch und analytisch sowohl als familiäre Einkommensarmut als auch mehrdimensional auf Kindesebene erfasst. Die Expertise zeigt, dass Kinder und Jugendliche aus Erwerbslosen- und alleinerziehenden Familien die Hauptrisikogruppen sind, und geht der Frage nach, inwiefern die Flüchtlingszuwanderung die Kinderarmut vermehrt. Aktuelle Forschungsbefunde verdeutlichen, wie eingeschränkt und benachteiligt sich die Lebenslagedimensionen des Wohnens, der kulturellen Entfaltung sowie der Freizeitmöglichkeiten für Kinder aus armen Familienverhältnissen darstellen. Je früher und länger diese Benachteiligung auftritt, umso ausgeprägter sind die oftmals lebenslangen Folgen etwa in Bezug auf Bildungsbenachteiligung und dauerhafte Armutsrisiken. Die sozialräumlichen Trends der Konzentration von Kinderarmut in ohnehin benachteiligten Gebieten und Regionen illustrieren, dass Armutsbekämpfung auch regional differenziert und zielgerichtet ausgestaltet werden muss.

Die FGW-Publikation des Projekts finden Sie hier.