22. November 2016

Inanspruchnahme sozialer Dienstleistungen - Bedingungen, Konstellationen und Barrieren (InsoD)

Prof. Dr. Gertrud Oelerich, Prof. Dr. Andreas Schaarschuch (Universität Wuppertal)

Laufzeit: 01.09.2016 - 31.10.2018

Das Projekt zielt auf die kritische Analyse und Rekonstruktion derjenigen Faktoren und Bedingungen sozialer Dienstleistungen, die aus der Perspektive ihrer Nutzerinnen und Nutzer die Inanspruchnahme erschweren, sie verhindern und damit der Realisierung einer Passung von Erbringung und Inanspruchnahme entgegenstehen. Diese auf institutionelle und kontextuelle Rahmenbedingungen sowie nutzerseitige Dispositionen zurückzuführenden Aspekte sozialer Dienste werden als "Barrieren der Inanspruchnahme" konzipiert. Barrieren finden sich auf unterschiedlichen Ebenen des Inanspruchnahmeprozesses. Das Forschungsinteresse richtet sich auf die Identifikation und Rekonstruktion typischer Konstellationen im Prozess der Erbringung sozialer Dienstleistungen, die sich zu strukturell wirkenden Barrieren der Inanspruchnahme verdichten.

Auf der Grundlage der durchgeführten Analysen sollen in Kooperation mit Vertretern von Praxisfeldern Strategien und Maßnahmen entwickelt werden, die auf den Abbau von Barrieren im Sinne einer Steigerung der Zugänglichkeit, Nutzbarkeit und Einbeziehung für die sie in Anspruch nehmenden Bürger abzielen und damit zu einer nachhaltig strukturpräventiven Ausgestaltung der sozialstaatlichen Infrastruktur in den Regelangeboten sozialer Dienstleistungen beitragen. Mit einer infrastrukturellen Ausgestaltung sozialstaatlicher Dienstleistungen im Sinne von Zugänglichkeit, Nutzbarkeit und Involvierung können die sozialen Voraussetzungen zur Ausübung eines umfassenden Bürgerstatus konfundiert werden.

(Schwerpunkt: Nutzer_innen und Adressat_innen)