08. Februar 2017

Dokumentation des Tracks "Integration und Transformation" auf dem NRW-Dialogforum 2016

Soziale und ökonomische Ungleichheiten, gewaltsame Konflikte oder auch durch den Klimawandel bedingte Veränderungen der Lebensräume verursachen globale Wanderungs- und Fluchtbewegungen. Auch Deutschland ist Ziel dieser Bewegungen und steht damit vor der Herausforderung, die Zugewanderten in die bestehende Gesellschaft zu integrieren. Der Prozess der Integration findet unter anderem über das Erlernen der Sprache, das Beziehen einer Wohnung, den Aufbau sozialer Beziehungen zur alteingesessenen Bevölkerung und letztendlich auch den Eintritt in den Arbeitsmarkt statt. Unklar bleibt dabei, wann eine Person als „integriert“ gilt und ob diese Maßstäbe gleichermaßen auf alteingesessene Bevölkerungsgruppen angewandt werden (sollten). Denn die Merkmale, an denen der Grad der Integration bestimmt wird, sind auch in dieser Bevölkerungsgruppe äußerst unterschiedlich ausgeprägt. Darin spiegelt sich wider, dass weder „Menschen mit Migrationshintergrund“ noch die alteingesessene Bevölkerung sozial und ethnisch homogene Gruppen sind. Diese unterscheiden sich z. B. nach Einkommen, Bildung, Herkunft, Ethnie und Religion und weisen dementsprechend differenzierte Werte und Lebensstile auf. Wie sich dieses Verständnis auf praktisches, politisches und wissenschaftliches Handeln und Denken auswirkt und welchen Beitrag ein Wissensaustausch zwischen diesen gesellschaftlichen Gruppen leistet, war Gegenstand des Tracks „Integration und Transformation“ auf dem NRW-Dialogforum 2016.

Der Track wurde geleitet von Dr. Sebastian Kurtenbach (Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld) und Jan Üblacker (FGW Integrierende Stadtentwicklung).

Dokumentation des Tracks "Integration und Transformation"